Am 13. Februar 1970 wurde kurz vor 21 Uhr ein Brandanschlag auf das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in der Münchner Reichenbachstraße verübt. Vier der sieben bisher weitgehend vergessenen Opfer des Anschlags stammten ursprünglich aus Polen. Einige der Opfer hatten nationalsozialistische Konzentrationslager überlebt.

Gedenken zum 50. Jahrestag des Anschlags auf das jüdische Altenheim in München

Datum/Zeit
Date(s) - 16/02/2020
11:00 - 13:00

Veranstaltungsort
Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

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Am 13. Februar 1970 wurde kurz vor 21 Uhr ein Brandanschlag auf das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in der Münchner Reichenbachstraße verübt. Vier der sieben bisher weitgehend vergessenen Opfer des Anschlags stammten ursprünglich aus Polen. Einige der Opfer hatten nationalsozialistische Konzentrationslager überlebt.

Aus Anlass des 50. Jahrestages des Anschlags findet auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau eine Gedenkveranstaltung statt. Namentlich wird an die sieben Opfer – Regina Becher, Max Blum, Rosa Drucker, Leopold Gimpel, David Jakubowicz, Siegfried Offenbacher und Georg Pfau – erinnert.

Das Gedenken findet am 16.2. um 11 Uhr im Rahmen des Gottesdienstes statt. Dieser wird von Pfarrerin Claudia Buchner und Kirchenrat Dr. Björn Mensing (Landeskirchlicher Beauftragter für evangelische Gedenkstättenarbeit) gestaltet. Ernst Grube (Münchner Holocaust-Überlebender, Präsident der Lagergemeinschaft Dachau und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten) spricht ein Grußwort. An der musikalischen Gestaltung beteiligt sich ein Streichquartett des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasiums unter Leitung von Jutta Wörther. Nach dem Gottesdienst werden – mit Zustimmung des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern –  die sieben zum Gedenken entzündeten Kerzen in die benachbarte Jüdische Gedenkstätte gebracht.

 

WANN: Sonntag, 16. Februar 2020, 11 Uhr

WO: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 87, 85221 Dachau

 

Am Gedenken nehmen als Ehrengäste Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in München und Nachkommen von Dachau-Häftlingen teil. Zudem kommen Vorstandsmitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, des Vereins “Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München” und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft sowie Mitglieder des Kreistages des Landkreises Dachau, der eine Partnerschaft zum polnischen Landkreis Oświęcim pflegt. Ein Zeichen der ökumenischen Verbundenheit setzt Ludwig Schmidinger, Bischöflicher Beauftragter für KZ-Gedenkstättenarbeit in der Erzdiözese München und Freising.

Für Pfarrerin Buchner ist es der letzte Gottesdienst in der Versöhnungskirche. Am 29. Februar endet ihr zweijähriges Spezialvikariat in der Gedenkstättenarbeit. Ab März wird sie in Bad Reichenhall im Gemeindedienst sowie in der Kur- und Klinikseelsorge tätig sein. Nach Gottesdienst und Gedenken besteht die Möglichkeit, sich persönlich von Claudia Buchner zu verabschieden.

Der Gottesdienst findet im beheizten Gesprächsraum der Versöhnungskirche statt. Die Kirche ist über alle Zugänge zur KZ-Gedenkstätte zu erreichen. Die nächste Parkmöglichkeit ist am Kloster Karmel, Alte Römerstraße 91. Gäste der Versöhnungskirche dürfen den Klosterparkplatz nutzen. Menschen mit starken Mobilitätseinschränkungen wenden sich bitte im Vorfeld an das Büro der Versöhnungskirche.

Mehr Informationen gibt es hier.

Anna studierte in Münster und Regensburg Vergleichende Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte mit den Schwerpunkten Polen und Frankreich. Außerdem interessiert sie sich sehr für Russland. Zahlreiche, teilweise längere Aufenthalte in Polen, vor allem Praktika in Warschau, brachten ihr Sprache, Land und Leute näher. Bei Polen.pl kümmert sie sich gemeinsam mit Jutta um die allmonatliche deutsch-polnische Terminübersicht ‘Co się dzieje’ und schreibt in den Rubriken Kultur, Gesellschaft und Politik.

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