Eine pensionierte Brückenbauingenieurin lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist charismatisch, exzentrisch und eine leidenschaftliche Astrologin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn und daneben eine Hirschfährte.

Die Spur – Film von Agnieszka Holland

Datum/Zeit
Date(s) - 05/12/2019
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Apollo Kino & Bar

Kategorien


Die Spur (Pokot) Regie Agnieszka Holland
PL, D, CZ 2017, Krimi, 128 Min., OF mit deutschen Untertiteln.
Dieser Film ist Polens Antwort auf Quentin Tarantino, Welt.
Eine pensionierte Brückenbauingenieurin lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist charismatisch, exzentrisch und eine leidenschaftliche Astrologin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn und daneben eine Hirschfährte. Weitere Männer sterben auf mysteriöse Weise. Alle hatten ihren festen Platz in der dörflichen Gemeinschaft, alle waren passionierte Jäger. Die Handlung spielt in einer Landschaft mit wechselnden Jahreszeiten, deren wilde Schönheit jedoch nicht über die Korruption, Grausamkeit und Dummheit ihrer Bewohner hinwegtäuscht. Der Film ist so anarchistisch wie seine Heldin – ein waghalsiger Genremix aus komischer Detektivstory, spannendem Ökothriller und einem Märchen. „Die Spur“ ist eine Verfilmung des polnischen Bestseller-Romans „Der Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk, Literaturnobelpreisträgerin für 2018. Agnieszka Holland erhielt für ihren Film den Silbernen Bären auf der Berlinale 2017 (Alfred-Bauer-Preis für einen Film, der neue Perspektiven eröffnet).

R.: Agnieszka Holland, B.: Olga Tokarczuk und Agnieszka Holland, K.: Jolanta Dylewska, Rafał Paradowski, M.: Antonii Komasa-Łazarkiewicz, Sch.: Pavel Hrdlička, P.: Krzysztof Zanussi, Studio Filmowe Tor, D.: Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Jakub Gierszał, Patrycja Volny, Borys Szyc, Andrzej Grabowski, u.a.

Simon verbrachte im Rahmen seines Geschichtsstudiums zwei Semester an der Universität Warschau. Derzeit promoviert er zur preußisch-polnischen Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale. Seine Interessen gelten vor allem der aktuellen Politik und der Kultur in Polen.

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